D-Ring

 

 

Ein mit einem Beschlag befestigter D-Ring an einem Fahrzeug.

 

 

Typisches BDSM-Halsband mit D-Ring.

Ein D-Ring ist ein aus Metall oder Kunststoff gefertigter, dem Buchstaben "D" nachempfundener geschlossener Halbkreis. Er dient im Regelfall der schnellen und unkomplizierten Verbindung unterschiedlicher Gegenstände, in Ausnahmefällen wird er auch als dekoratives Element an Kleidungsstücken und Ähnlichem verwendet.

Neben der direkten Verbindung mit beispielsweise Seilen und Ketten kommen D-Ringe regelmäßig in Verbindung mit Anschlagmitteln wie Karabinerhaken, Schäkeln und Panikhaken zur Anwendung.

Im Tauchsport sind D-Ringe regelmäßig in unterschiedlicher Anzahl an Jackets zu finden und dienen zur sicheren Befestigung diverser Ausrüstungsgegenstände.

D-Ringe in den Bereichen BDSM und Bondage

Im Bereich des BDSM sind D-Ringe häufig Bestandteile von Halsbändern. Hierbei dient ihre Verwendung häufig, im Gegensatz zur Verwendung von O-Ringen gerade nicht der Anzeige eines bestehenden festen sadomasochistischen Verhältnisses zwischen Top und Bottom, sie erlauben beispielsweise die Befestigung einer Leine an einem Halsband.

D-Ringe stehen in diesem Zusammenhang stattdessen oft für eine rein funktionale Befestigungsmöglichkeit ohne symbolische Metaebene (sogenannte "reine Arbeitshalsbänder").

Piercingringe für zum Beispiel Bauchnabelpiercings weisen teilweise ebenfalls die typische Form auf und basieren häufig auf Barbells.

Siehe auch

 

 

Typischer Bondage-Gürtel mit D-Ringen.

Piercingschmuck

 

Fleischtunnel

 

 

Fleshtunnels in verschiedenen Durchmessern

 

 

Piercing mit einem Fleshtunnel

Der Begriff Fleischtunnel (oder englisch Fleshtunnel) bezeichnet einen zumeist aus Edelstahl, Titan oder Horn gefertigten Piercingschmuck für geweitete Piercings.

Fleischtunnel halten das Piercing in der gedehnten Größe und bilden somit einen offenen Kanal. Die Größen variieren je nach Hersteller oft in ganzen Millimeterschritten.

Meist werden Fleischtunnel im Ohrläppchen getragen, da es sich zum Dehnen besonders gut eignet. Der Einsatz ist jedoch auch an weiteren Stellen möglich. Neben zweiteiligen Fleischtunneln mit Schraubgewinde gibt es auch sogenannte Tubes, die an den Enden mit O-Ringen verschlossen werden.

Das Tragen geweiteter Piercings geht auf afrikanische Bräuche zurück und etablierte sich in den vergangenen Jahren zunehmend auch in westlichen Kulturen als Modeschmuck.

Zum Dehnen des Piercings empfiehlt es sich, einen konisch verlaufenden Dehnungsstift zu verwenden, um das Gewebe, gerade bei Tunneln mit Außengewinde, nicht zu verletzen.

Besonders bei größeren Durchmessern sollten sowohl das Schmuckstück als auch der Stichkanal regelmäßig gereinigt werden, da es zu erhöhter Talgablagerung und Geruchsbildung kommen kann.

Siehe auch

                Ohrring

                Ohrloch

                Piercing

                Plug

Kategorie: Piercingschmuck

Kreole (Schmuck)

Eine Kreole (auch Creole) ist ein kreisförmiger Ohrring, abgeleitet vom Ohrschmuck der Bevölkerungsgruppe der Kreolen. Die Kreole besitzt grob die Form eines Torus. Kreolen werden meist beidseitig getragen, von Männern auch einseitig.

Fischer oder Seefahrer ließen sich ihre Initialen in die Kreole eingravieren, um beim Seemannstod in der Fremde (Schiffsunglück) leichter identifiziert werden zu können. Gleichzeitig wurde durch den Wert der goldenen Kreole, den die Kirchengemeinde des Fundortes behalten durfte, ein christliches Begräbnis gewährleistet.

Kategorien: Schmuck | Piercingschmuck

Labret-Stecker

 

 

Labret-Stecker

 

 

Verschiedene Labret-Stecker mit Kugel und Spike

Ein Labret-Stecker (englisch: Labret Pin oder Labret Stud) ist ein spezieller Piercingschmuck für das Labret-Piercing. Oft wird er auch im Nostril-Piercing getragen. Er besteht aus einem meist aus Edelstahl oder Titan gefertigten Stift mit einer Platte auf der einen Seite und einem Gewinde zum Aufschrauben einer Verschlusskugel bzw. verschiedener Schmuckobjekte am anderen Ende. Für den Einsatz in ein Labret-Piercing ist ein Stecker aus PTFE am besten geeignet, da das weiche Material die geringsten Schäden an Zahnfleisch und Zähnen verursachen kann.

Kategorie: Piercingschmuck

Ohrring

Ein Ohrring ist ein Schmuckstück, das am Ohr getragen wird. Dazu wird er entweder durch ein Ohrloch im Ohr (als Piercing), oder als Ohrclip am Ohrläppchen befestigt.

 

 

Verschiedene Ohrringe am Schmuckboard

Inhaltsverzeichnis

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                1 Material

                2 Geschichte

                3 Kulturelle Bedeutung

                3.1 Zunftzugehörigkeit

                4 Ohrloch

                5 Siehe auch

                6 Literatur

                7 Weblink

Material

Ohrringe sind häufig aus Metall gefertigt, aber auch Knochen, Holz, Kunststoff und andere harte Materialien werden verwendet. Weitere Teile können aus nahezu beliebigen Materialien bestehen, einschließlich Glas, Schmucksteine und Perlen. Die Formen variieren von kleinen Ringen oder Steckern bis hin zu großen Ohrgehängen. Größe und Gewicht sind durch die Belastbarkeit des Ohrlochs und dem Durchmesser der Aufhängung beschränkt.

Geschichte

Der bisher älteste Fund eines Ohrrings datiert auf 7500-8200 Jahre und wurde in der Stadt Chifeng in der Inneren Mongolei gemacht. Die Ohrringe, von denen mehrere Paare gefunden wurden, sind aus Jade und 2,5 - 6 cm groß.

Kulturelle Bedeutung

Ohrringe wurden und werden in vielen Kulturen der Erde getragen. Dabei werden sie von beiden Geschlechtern getragen, obwohl sie generell bei Frauen häufiger vorkommen. In einigen Kulturen werden die Ohrlöcher mittels immer größerer und schwererer Ohrringe immer weiter vergrößert. Die sogenannten Fleischtunnel, das Dehnen von Piercings erfreuen sich inzwischen auch in Piercingkreisen in Deutschland größerer Beliebtheit. Hier wird allerdings mittels Dehnsichel das Ohrloch allmählich vergrößert oder ein großes Loch ausgestanzt (Dermal Punch), um entsprechenden Schmuck einzusetzen.

Vielfach wurden goldene Ohrringe von Seeleuten getragen. Diese hatten den Wert eines christlichen Begräbnisses und sollten, falls der Seemann nach einer Havarie o.ä. an Land getrieben und von Christen gefunden würde, das Begräbnis des Seemannes finanzieren.

In Europa waren Ohrringe bei Männern während des 19. und 20. Jahrhunderts unüblich. Für das 17. und 18. Jahrhundert belegen Erzählungen und zahlreiche Protraits, dass Ohrringe zu jener Zeit auch von Männern getragen wurden. Seit den 70-er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde es für Jungen und Männer in Europa zunehmend üblich, einen Ohrring im linken Ohr zu tragen. Später, etwa seit Ende der 1980er Jahre, wurde es auch allmählich üblich, dass Männer ebenso wie Frauen Ohrringe in beiden Ohren tragen. Die Popularisierung dieser Sitte ist wesentlich der Jugendkultur zuzuschreiben.

Zunftzugehörigkeit

Im Mittelalter war es bei einigen Zünften üblich, die Zugehörigkeit durch einen Ohrring auszudrücken. Dieser war aus Gold und diente dem Bestatter als Entlohnung im Todesfall. Bei Verstößen gegen die Zunftordnung, also Unzünftigkeit, wurde dieser ausgerissen, was so den Begriff Schlitzohr für ein Schandmal prägte.

Ohrloch

Ohrringe und Ohrstecker, aber nicht Ohrclips, werden durch Ohrlöcher befestigt, diese können entweder gestochen oder geschossen werden. Beim Ohrringstechen wird meist das Ohrläppchen mit einem dafür geeigneten Ohrring durchstochen. Dies geschieht mit einer sogenannten Ohrlochpistole, welche den Ohrstecker durch das Ohr schießt. Der Stichkanal verheilt nach zirka sieben bis acht Wochen. Danach bleibt ein Löchlein zurück, das zur Befestigung von einem Ohrring verwendet werden kann.

Kreole

Kategorien: Schmuck | Piercingschmuck